Waldlichtung

Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Gelsenkirchen-Buer

Am Spinnweg 6 | 45894 Gelsenkirchen

Im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland K.d.ö.R.

 

Gemeindeinfos am 18.01.2026

 

Link zum aktuellen Gottesdienst

 

https://youtu.be/EWqW4rHuCZg

 

Termine:

Di, 20.01.

19.00 Uhr

Bibelgespräch Online

Mi, 21.01.

14.30 Uhr

Café Open Church

17.30 Uhr

Light up

Fr, 23.01.

9.30 Uhr

Krümelrunde

So, 25.01.

10.30 Uhr

Gottesdienst

10.00 Uhr

Gebet vor dem Gottesdienst

Ausblick:

Sa, 31.01.

10.00 Uhr

Werkstatt Gemeinde, u.a. mit Leitungsteamwahl.

Bitte bereitet diese Wahl in den Gruppen vor und überlegt euch, wen ihr euch im Leitungsteam vorstellen könnt.

So, 01.02.

Mitgliederversammlung nach dem Gottesdienst

Die heutige Kollekte ist für die Tafel Gelsenkirchen bestimmt.

Kontakt zum Pastor: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

 

Predigt von Zohreh Vahdati

Ich möchte heute mit euch den Tag meiner Taufe teilen – einen Tag, der für mich einzigartig und unvergleichlich war.

Mit 15 Jahren empfing ich die Taufe. Ein Jahr lang hatte ich gemeinsam mit meiner Mutter das Taufseminar besucht. Vieles hatte ich über Jesus Christus gehört, doch das eigentliche Wunder, die innere Verwandlung, war noch nicht geschehen.

Am Tag meiner Taufe, als ich im Taufbecken stand, nahm mein Pastor meine Hände, sah mir in die Augen und sprach die Worte:

„Zohreh, ich taufe dich im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.“

In diesem Moment berührte etwas mein Herz, das ich nicht in Worte fassen konnte und kann.

Als wir nach Hause zurückkehrten, erfüllte mich ein unbeschreiblicher Friede, eine tiefe Freude, wie ich sie zuvor nie gekannt hatte. Ich sagte zu meiner Mutter: „Mama, ich habe ein seltsames Gefühl – ich glaube, ich bin gestorben.“ Und meine Mutter antwortete: „Ich empfinde genau dasselbe.“ Drei Tage lang hielt dieses Gefühl an. Schließlich riefen wir unseren Pastor an und berichteten ihm davon. Er hörte uns zu, lächelte und sprach: „Ich gratuliere euch – ihr habt die Taufe im Heiligen Geist empfangen.“

Von diesem Tag an wurde in mir ein Funke der Liebe zu Jesus entzündet. Seitdem bin ich verliebt in meinen Herrn, Jesus Christus. Seine Liebe hat mich zu seinem Nachfolgerin gemacht. Kein Tag meines Lebens ist mit dem Tag meiner Taufe zu vergleichen.

Heute, 23 Jahre später, weiß ich: Diese Liebe hat ihre Höhen und Tiefen erlebt, sie hat ihre Gestalt verändert – doch sie ist tiefer geworden. Der Strom der Gnade ist stärker und die Wurzeln des Glaubens sind tiefer geschlagen.

Und so wünsche ich heute dir, liebe Julika, dass auch du Momente tiefer Gegenwart und Fülle des Heiligen Geistes erlebst – Momente, die dich dein Leben lang tragen werden.

Nicht jeder erlebt Taufe und die Gabe des Heiligen Geistes auf dieselbe Weise. Manche empfangen den Geist schon vor der Taufe, andere erst danach – der Geist lässt sich nicht in ein festes Schema pressen. Entscheidend ist nicht, wie stark oder wann wir etwas spüren, sondern dass wir „mit Wasser und Geist“ in Christus hineingetauft sind und Gottes Geist in uns wohnt.

Wenn wir heute Tauffest feiern, dann ist völlig klar, dass die Predigt auch die Taufe zum Thema hat. Ich lese ..

Johannes 03,05+06

Jesus sagte: Amen, ich versichere dir: Nur wer von Wasser und Geist geboren wird, kann in Gottes neue Welt hineinkommen.

Was Menschen zur Welt bringen, ist und bleibt von menschlicher Art. Von geistlicher Art kann nur sein, was vom Geist Gottes geboren wird.

Jesus ist im Gespräch mit einem sehr frommen Mann. Und dem sagt er nun zunächst: „Ins Reich Gottes kommt man nur, wenn man sozusagen von neuem geboren wird.“ Der Mann ist schockiert, und versteht nicht, obwohl er ganz viel, wir würden sagen, Bibelwissen hat.

In unserem Vers ist die Rede von einem neuen Geburt und dazu möchte ich euch eine Geschichte erzählen.

Es gab eine katholische Kirche in einem kleinen Dorf, das nicht viele Einwohner hatte. Damit diese katholische Kirche ihr eigenes Einkommen hatte und die Priester sowie die Angestellten der Kirche ihren Lebensunterhalt bestreiten konnten, besaßen sie einen Hühnerstall. Dort züchteten sie Hühner, verkauften sie, nutzten sowohl das Fleisch als auch die Eier und verwendeten sie auch für sich selbst. Einige Personen waren dafür verantwortlich, sich um die Hühner zu kümmern.

Eines Tages bemerkten sie, dass einige Hühner fehlten, und sie wunderten sich. Einer von ihnen sagte: „Heute Nacht schlafe ich im Hühnerstall, um zu sehen, wer die Hühner stiehlt oder was mit ihnen passiert.“ Gegen Mitternacht sah er, dass jemand in den Hühnerstall gekommen war und gerade zwei Hühner stehlen wollte. Der Angestellte packte ihn sofort, um ihn am Morgen zu den katholischen Priestern zu bringen, damit diese ihn ermahnen konnten, nicht zu stehlen, dass Stehlen keine gute Sache sei, dass er Buße tun solle und dass Christus ihm vergeben und ihn retten werde usw.

Sie fragten ihn: „Willst du dich ändern?“ – „Ja, das will ich.“

„Glaubst du, dass du ein Sünder bist?“ – „Ja, das glaube ich.“

Sie sagten: „Dann musst du getauft werden, und dein Leben wird sich ändern.“ Der Mann antwortete: „In Ordnung.“

Die Katholiken und der Dieb gingen zum Taufbecken, besprengten ihn mit Wasser und sagten: „Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes bist du kein Dieb mehr, sondern ein Christ.“ Sie freuten sich, dass sie gleich zwei Dinge erreicht hatten: Zum einen würde kein Dieb mehr kommen, und zum anderen hatte jemand das Heil empfangen.

Doch nach ein bis zwei Wochen stellten sie fest, dass erneut Hühner fehlten. Sie sagten: „Unser Dorf ist nicht so groß, dass ein Fremder herkommen würde. Wer kann das also sein?“ Wieder sagte derselbe Mann, der schon einmal die Nacht im Hühnerstall verbracht hatte, dass er noch einmal dort übernachten wolle, um herauszufinden, was mit den Hühnern geschieht.

Und wieder tauchte gegen Mitternacht jemand auf. Als er sehen wollte, wer es war, erkannte er, dass es derselbe Mann war, den sie vor einiger Zeit getauft hatten. Dieses Mal hatte der Mann auch einen Eimer Wasser dabei. Er nahm ein Huhn, besprengte es mit Wasser und sagte: „Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes bist du kein Huhn mehr, sondern eine Aubergine.“ Dann nahm er das Huhn mit sich und ging.

Worum geht es beim Christsein? Um ein neues Weltbild? Jesus provoziert: Es geht regelrecht um eine Art neuer Geburt! Diese ist absolut notwendig, und geschieht „aus Wasser und Geist“, so heißt es hier. Das Wasser, ist ein Hinweis auf die Taufe.

Der Begriff „neue Geburt“ oder „Wiedergeburt“ hat wegen seiner häufigen Erwähnung bei manchen sehr penetranten amerikanischen Fernsehpredigern nicht nur ein gutes Image.

Aber in diesem Begriff steckt eine ganz wichtige und tiefe Wahrheit:

Der Heilige Geist Gottes soll so mächtig in einem Menschen wirken, dass er quasi eine neue Geburt erlebt.

Paulus drückt das im ersten Korintherbrief folgendermaßen aus:

2.Korinther 05,17

Wenn jemand zu Christus gehört, ist er eine neue Schöpfung. Das Alte ist vergangen; etwas ganz Neues hat begonnen!

Was ist das denn, Hl Geist? Es ist die Bezeichnung für: Gott unsichtbar unter uns, Gott in uns.

Die meisten Menschen denken, Gott ist im Himmel. Natürlich – nicht oben in den Wolken, sondern in einer unsichtbaren Wirklichkeit, zu der wir wenig Zugang haben. Aber man denkt das so – Gott ist irgendwo da oben.

Julika, du hast etwas anders erlebt: Er ist nicht da oben, zumindest nicht nur, sondern er ist ganz nahe! Er ist dir nahe gekommen. Ja, noch mehr, er ist in dein Herz gekommen.

Je näher wir an Gott bleiben, desto lebendiger werden wir. Je freier wir werden, desto heller strahlt Gottes Licht durch uns. Das ist die Kraft, die uns verändert.

Dieses neue leben geschieht aus dem Geist. Bei unserem Beispiel von dem Dieb und Hühnerstall , fehlte dem Dieb eine neue Geburt.

In diesem Begriff „neues Leben“ oder „neue Geburt“ steckt eine tiefe und entscheidende Wahrheit.  Der Heilige Geist Gottes wirkt so kraftvoll in einem Menschen, dass dieser eine neue Geburt erlebt – ein echtes Neuanfangserlebnis, von innen heraus.

Der Geist Gottes kommt nur, wo wir uns für Jesus öffnen. Dann passiert etwas Unglaubliches:

Jesus tritt in sein Inneres – durch den Heiligen Geist. Etwas, das vorher nicht da war, wird geboren. Etwas völlig Neues, das ihn verwandelt!

Es ist wie eine neue Geburt – eine Revolution in der Seele. Ein Mensch kann das nicht selbst machen. Nur Gottes Geist kann das. Nur Gott kann das Herz erneuern, das Leben verändern, den Menschen freimachen.

Und genau das ist die Kraft, die uns frei macht – die Kraft, die uns zu neuen Menschen werden lässt!

Vielleicht denkst du: „Ich glaube schon an Gott. Irgendwie. Irgendwo.“ Aber Christsein ist mehr. Es heißt: Jesus Christus selbst kommt in dein Leben. Er lebt in dir, er erfüllt dich. Du wirst sein Kind. Du gehörst ihm – in alle Ewigkeit.

Das, liebe Gemeinde, ist das, was die Bibel „neue Geburt“ nennt.

Neu geboren werden – das ist das große Wunder. Jesus selbst kommt in mein Herz. Nicht, weil ich so stark glauben könnte. Nicht, weil ich mir Mühe gebe. Nein! Es ist ein Geschenk. Ein Werk Gottes.

Der heilige Geist ist wie ein Licht, das in mir und dir brennt, wie ein Feuer, dass dich und mich wärmt.

Und wenn du dieses Licht noch nicht kennst, wenn du dieses Feuer in dir nicht spürst – dann suche danach, bete darum, frag die, die es erlebt haben.

Denn es gibt kein größeres Geschenk. wer den Geist empfängt, trägt die Ewigkeit schon jetzt in sich. Das Göttliche wohnt im Menschen – und nichts kann es je zerstören.

Jesus Christus sagt heute zu dir: ja- du bist mein.

Mit mir beginnt dein Leben neu. Durch den heiligen Geist bin ich bei dir und lebe in dir.

Als Jesus seinen Dienst begann, demütigte er sich selbst und ließ sich von Johannes der Täufer taufen. Kaum stieg er aus dem Wasser heraus, da kam eine Taube – das Zeichen des Heiligen Geistes – vom Himmel, und eine Stimme ertönte:

„Dies ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe.“

Nach seiner Taufe zog Jesus in die Wüste. Vierzig Tage lang fastete er. Vierzig Tage voller Einsamkeit, voller Prüfungen. Und der Teufel kam, um ihn zu versuchen. Er sagte Jesus:

„Wenn du Gottes Sohn bist, sprich zu diesem Stein, dass er Brot wird.

Der Teutel hat das Wort „Geliebt“ weggenommen.

Er wollte Jesus die Geliebtheit nehmen. Er wollte ihn entmutigen, ihn kleinmachen.

Auch heute versucht der Teufel, uns unsere Geliebtheit zu rauben. Er will nicht, dass wir Gottes Kinder sind.

Doch Gott sagt: „Nein!“

Alles, was dir genommen wurde – dein Wert, deine Identität, deine Geliebtheit – Gott gibt es dir zurück. Du bist geliebt. Ja, du! So sehr geliebt! Jeder einzelne von uns ist Gottes kostbares Kind.

Und heute sagt Gott zu dir:

„Du bist mein geliebtes Kind, an dem ich Wohlgefallen habe.

Wenn du aus dem Wasser herauskommst, sagt Gott zu Dir: So geliebt bist du auch.

Amen.